How to not become a gentrifier…

Wanna have a good laugh? Thanks to TheGuardian, you now know how to not become a gentrifier. A few examples (out of 20):

„[…]
1. Smile and say hi to your neighbors every time you see them, even if they seem scary or don’t say hi back. Sometimes it takes time to gain the trust of the community.[…]
10. Shop local and small. Go to the dive bars, hole in the wall restaurants, and small markets as often as the upscale restaurants, swanky bars, and boutiques
[…]
12. Hire locals, low-income folks, people of color, and people from a variety of backgrounds. Take a chance on someone with low experience, but high potential.
[…]“

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Nach Gentrification kommt Nobilification?

Gentrification is over. Nobilification is the next big bang in neighbourhod changes? Zumindest, wenn man die Taz liest, die bereits von der Noblifizierung von gentrifizierten Stadtteilen in Berlin, Hamburg und München spricht:

„Uns gehört sogar unsere Wohnung“, sagt Carina Preissendorf-Schütze. „Aber die irrsinnigen Mietpreise kann sich kein normales Geschäft mehr leisten. Darum schließen unsere Bio-Supermärkte und die kleinen Einrichtungsläden mit ökologischen Stoffen. Wenn man rasch mal einen Bio-Mango-Lassi aus dem Supermarkt holen will, müssen wir eine halbe Weltreise machen. Und wir normalen Bürger können es uns nicht leisten, jeden Tag bei Kaviar-Krüger unsere Lebensmittel zu kaufen. Kugelschreiber und Papier gibt es nur noch im Montblanc-Flagship-Store vorn an der Ecke. Und wenn ich mal ein paar Socken brauche, muss ich gleich zu Gucci. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis auch wir nach Zehlendorf ausweichen müssen. Oder in den Wedding, wenn wir da überhaupt noch was finden.“

Im akademischen Diskurs würde man hier eher von Super-Gentrification sprechen, mit der Loretta Lees die Verdrängung von Reichen durch Superreiche (meist aus dem sogenannten FIRE-Sektor) berscrheibt.

 

Hier geht es zum TAZ-Artikel…

Wohnen in Wien zu teuer?

Nach Jahren der „Jetzt-kaufen-denn-Wohnen-in-Wien-wird-teurer“ häufen sich nun in der Medienlandschaft die Stimmen um „Der-Peak-ist-erreicht“ oder sogar „Die-Immobilienpreise-sind-überbewertet“.

Basierend auf einer Pressemeldung der OeNB, die sich auf Daten der TU Wien beruft, seien die Wiener Immobilienpreise mit 20% überbewertet. Die österreichischen Immobilienpreise hingegen mit 8% unterbewertet.

DerStandard hierzu:

„Die Direktorin der Hauptabteilung Volkswirtschaft, Doris Ritzberger-Grünwald betonte: „Das ist das Luxussegment, das in Wien so deutlich durchschlägt.“ Nachfrage und Angebot bewegten sich da in ganz anderen Dimensionen, verwies sie etwa auf die Preisschübe in der Innenstadt.“

DiePresse schreibt hierzu:

„Um auf dieses Ergebnis zu kommen, haben die Experten die Preisentwicklung in Relation zu Faktoren wie Inflationsrate, Haushaltseinkommen, Entwicklung der Mieten und der Baukosten etc. gesetzt. Dabei zeigte sich: Während die Immobilienpreise in ganz Österreich real (also nach Abzug der Inflationsrate) seit zwanzig Jahren stagnieren, haben sie sich in Wien in nur fünf Jahren um fast 60 Prozent gesteigert.“

Grund zur Sorge oder Hinweise auf eine Immobilienblase gäbe es keine, schließlich sei die Eigenkapital-Finanzierung solide. Ein Blick auf eine aktuelle Studie von PwC und dem Urban Land Institute lässt dies jedoch in einem anderen Licht erscheinen. Im Standard-Artikel heißt es hierzu:

„Die Investmentaussichten für die Bundeshauptstadt wurden sogar als „gut“ eingeschätzt. Was Entwicklungsprojekte wie zum Beispiel die Seestadt Aspern betrifft, bekommt Wien Lob vom Experten. Die Art, wie Wien mit Umweltthemen oder der demografischen Entwicklung umgehe, lasse die Lebensqualität steigen und mache die Stadt bei internationalen Investoren immer beliebter, sagte Vejdovsky. In Österreich gebe es ein gutes Gleichgewicht zwischen freiem Markt und Regulierung. […] Puncto Preise sieht Vejdovsky den Plafond in der Innenstadt erreicht. In anderen Bezirken, die aufgewertet werden, gebe es noch einen gewissen Spielraum nach oben.“

Hier geht es zum Standard-Artikel…

Hier geht es zum DiePresse-Artikel…

Hier geht es zum zweiten Standard-Artikel…

The Google Factor: Gentrification in San Francisco

Städte wie San Francisco, Zürich oder Hamburg sind bekannt für ihre angespannten Wohnungsmärkte und steigende Miet- und Immobilienpreise. Sie sind auch bekannt als Google-Standorte. Google gilt als Garant fürInnovation, Arbeitsplätze und junge, guteausgebildete neue BewohnerInnen, die in „Google-Städte“ ziehen.

Doch die Kritik bleibt nicht aus. Zahlungskräftige Google-MitarbeiterInnen scheinen die Immobilienpreise in die Höhe zu treiben. Das Deutschlandradio Kultur bringt das Thema für San Francisco auf den Tisch:

„Noe Valley ist berühmt für seine bezaubernden viktorianischen Reihenhäuser mit spitzen Giebeln, Holzvertäfelungen in Pastellfarben und weißen Fensterrahmen. Dazwischen Bio-Supermärkte, edle Coffee-Shops und Bistros. In den vergangenen Jahren sind die Miet- und Immobilienpreise explodiert.

Duncan Wheeler erzählt, dass normale Hauskäufer, die erst noch einen Kredit aufnehmen müssten, in diesem Wohnungsmarkt keine Chance hätten. Sie würden von den Silicon-Valley-Leuten einfach überboten. So werde das Noe Valley vom ehemaligen Arbeiter- zum Eliteviertel.“

Hier geht es zum Radiobeitrag…

NIMBY auf gut Bayerisch.

Die Debattte über fortschreitende Gentrification im Münchener Gärtnerplatzviertel nimmt wieder Fahrt auf. Die SZ berichtet, dass das München 72 in Kürze die Pforten schließen wird. Grund:

„Die Hauseigentümerin hat den Mietvertrag nicht verlängert. Sie will das Haus möglichst teuer veräußern – eine Gastronomie passt da offensichtlich nicht ins Konzept. So sieht es zumindest Wirt Tom Zufall, der nun auf der Suche nach einer neuen Location ist.“

Und wie bringt dieser wiederum den NIMBY (Not In My Backyard) Effekt schön auf den Punkt: „Das sieht auch Tom Zufall so. Das Glockenbachviertel habe sich zu einem In-Viertel entwickelt, eben gerade, weil sich dort viele Geschäfte und Kneipen angesiedelt hätten. Deshalb zögen die Menschen so gern hierher, aber: „Im eigenen Haus wollen sie dann kein Lokal.“

Hier gehts zum SZ Artikel…