Kühne Pläne für die Mediaspree

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Der Tagesspiegel Artikel „Rund um die O2-World kehrt bald Leben ein“ zeigt eindrucksvoll, welche Pläne die Entwickler der Anschutz Entertainment Group mit dem Mediaspree-Viertel haben:

„[…] Kötter entwirft beim Gang über das Gelände seines Unternehmens rund um die O2-World in Friedrichshain das Bild eines neuen Stadtquartiers. Mittendrin die Arena, die noch allein auf der Brache thront. Drumherum sind die meisten Baufelder zu vergeben – bis auf 4500 Quadratmeter im Südwesten: Dort will der Daimler-Konzern seine neue Vertriebszentrale für Mercedes-Benz bauen.

Michael Kötter weist nach Nordosten. „Hier drüben sind Hochhäuser geplant.“ Dann läuft er um die Halle herum Richtung Postbahnhof, spricht von neuen Kinos, von Lokalen und Bühnen. Klar, man brauche für ein solches Megaprojekt „einen langen Atem“, aber „den haben wir.“

2020 soll das Viertel fertig sein.[…]“

Ein Anker-Investor ist bereits an der Hand: Der Daimler-Konzern gab bereits bekannt, seinen Unternehmenssitz vom Potsdamer Platz an die Mediaspree zu verlegen – inklusiver rund 1.300 Mitarbeiter.

„[…] Für Daimler errichtet die Immobiliengesellschaft Vivico Real Estate ein Bürogebäude mit Mercedes-Showroom und Bistros. Zur Mühlenstraße hin soll das Haus 55 Meter hoch aufragen. Die Gestalt des vom Architekturbüro Gewers&Pudewill entworfenen Komplexes wird streng geheim gehalten. Gewers& Pudewill haben in Berlin den Admiralspalast umgebaut und die Sophie-Gips-Höfe in Mitte neu gestaltet. Das Büro ist für seine gläserne, lichte Architektur bekannt. Und die Mitarbeiter sollten zudem eine Ahnung haben, was nach dem Geschmack der Kreuzberger ist: Das Büro befindet sich auf der anderen Uferseite, in der Schlesischen Straße.[…]“

Und „Wohnen“ darf natürlich auch nicht zu kurz kommen. Schließlich soll das Viertel auch nach Büroschluss belebt sein:

„[…] Stichwort: Wohnen. Für den grünen Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz, ist das „ein zentrales Anliegen, weil sich ein Stadtquartier nur lebendig entwickelt, wenn dort Menschen wohnen“. Deshalb müssen auf dem Areal 90 000 Quadratmeter Wohnfläche geschaffen werden. Für die Autos sind Tiefgaragen geplant und Parkhäuser.[…]“.

Es wird klar, dass dieses Projekt stark investorengetrieben umgesetzt wird, denn schließlich gilt es, dieses Projekt trotz leerer Stadtkassen umzusetzen. Dieser starker Investoreneinfluss fordert seinen Tribut: Es mangelt an Transparenz. Zumindest bis zum heutigen Zeitpunkt:

„[…] Wie die meisten Neubauten später aussehen werden, ist noch offen. Es gibt nur grobe Vorgaben für einzelne Blocks, so die Traufhöhe von 22 Metern. Alles Weitere ist Sache der Investoren.“

Hier geht es zum Original-Artikel…

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