Kostenexplosion in Brüssel

Dass die EU gerne mal klotzt, statt kleckert, ist hinlänglich bekannt. Doch in Sachen Gebäudebau und -kosten in Brüssel schießt sie diesmal ein wenig über das Ziel hinaus: Es geht um den neuen „Residenzpalast“, dem neuen EU-Verwaltungsgebäude, das bis 2013 fertiggestellt werden soll.

Laut Welt Online weiß man bereits heute, dass die ursprünglich budgetierten 240 Mio EUR für den Neubau deutlich überschritten werden. 315 Mio EUR sind bisher im Gespräch. Die Notwendigkeit des Neubaus ist nachvollziehbar, schließlich ist das bisher genutzte „Justus-Lipsius“-Gebäude durch die Erweiterung der EU-Mitgliedsstaaten zu klein geworden. Aber ob die Transformation des Regierungsviertels in einen Ökobezirk tatsächlich sinnvoll ist, ist mehr als hinterfragbar. An der gähnenden Leere auf den Straßen nach Büroschluss und der mangelnden Anbindung an das Stadtzentrum wird eine „Ökofizierung“ sicher nichts ändern.

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