Rettung durch Künstler – Teil III: West-Berlin

Nach der Wende wurde West-Berlin eher als Stiefkind in Sachen Coolness und Kreativität gehandelt. Jetzt, da gravierende stadtplanerische Entwicklungen im Land stehen, besinnt man sich der Wichtigkeit dieses Viertels. Mal wieder sind es die Künstler – respektive bedeutende Gallerien – die ein Stadtteil retten sollen. DieWelt berichtet hier…

Allerwelts-Heilmittel „Künstler-Viertel“

Künstlerviertel sind beliebt, bei Anwohnern, Besuchern und Stadtplanern. Künstler sind genügsam, selbstorganisiert und machen viele ehemalige unattraktive Stadtviertel wieder attraktiv. Kein Wunder, dass die Stadtplanung das Wundermittel „Künstler“ für sich entdeckt hat. Immer mehr Stüdte versuchen sich in der (künstlichen) Bildung von Künstlervierteln. So auch die Ruhr.2010, die mit Kreativ-Quartieren auf Investoren-Suche geht.

Die Frage, die sich hier stellt ist nur, ob sich Künstlerviertel tatsächlich künstlich errichten lassen. Denn „natürlich“ gewachsene Künstlerviertel zeichnen sich gerade dadurch aus, dass sie selbst, aus eigenen Kräften, auf sozialen Netzwerken basierend entstanden sind.

Berlin wird zur Künstlerhauptstadt Europas

Berlin sieht sich gern als Mekka des guten Geschmacks. Fashion, Musik, Design, Kunst… Dies sind alles Bereiche, mit denen sich Berlin als kreativste Stadt in Deutschland positioniert.

Gerade in Bezug auf Kunst verdeutlicht DieWelt online, dass sich Berlin mit seiner Vielzahl an Ateliers und bedeutenden Gallerien nun tatsächlich zur Künstlerhauptstadt Europas gemausert hat.

Warum gerade Berlin? Die Gründe seien in der besonderen Geschichte der Stadt (die auch noch an vielen Ecken und in der Gesellschaft zu spüren ist), in günstigen Mieten, interessanten und leerstehenden Fabriksgebäuden zu finden.

Ist München endlich cool?

Seit einiger Zeit ist beobachtbar, dass München sein Klischee von Spießbürgerlichkeit und Konservatismus ablegt. Auch in München gilt es nun als cool, bis spät in die Nacht hinein auf den Stufen des Gärtnerplatz-Theaters zu sitzen und Bier aus der Flasche zu trinken.

Die SZ weist auf eine Lesung mit Münchener Autoren und DJs hin, die dem aktuellen München-Hype auf den Grund geht.